Essen Grün-blaues Innenstadtband und Marktkirchenumfeld

Die Stadt Essen hat im Rahmen ihres Transformationsprozesses „Zukunft.Essen.Innenstadt“ einen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für die Weiterentwicklung des öffentlichen Raums in der Innenstadt ausgelobt. Im Mittelpunkt standen das „Grün-blaue Innenstadtband“ sowie das Umfeld der Marktkirche. Ziel war es, beide Leitprojekte zu einem zusammenhängenden, klimaresilienten und vielseitig nutzbaren Stadtraum weiterzuentwickeln.

Aufgabe

Das geplante Innenstadtband verbindet den Willy-Brandt-Platz über die Kettwiger Straße und das Marktkirchenumfeld mit der Viehofer Straße und dem Viehofer Platz. Durch gezielte Entsiegelungen, neue Grünstrukturen, wassersensible Gestaltung und zusätzliche Aufenthaltsangebote sollen die heute vielfach stark versiegelten Stadträume ökologisch und gestalterisch aufgewertet werden. Gleichzeitig sollen die Verbindungen zwischen der nördlichen und südlichen Innenstadt gestärkt und neue, flexible Nutzungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Dabei war keine vollständige Neugestaltung der Innenstadt vorgesehen. Vielmehr sollten punktuelle und ortsverträgliche Eingriffe eine möglichst große Wirkung entfalten. Neben Klimaanpassung und Aufenthaltsqualität spielten deshalb auch Barrierefreiheit, Biodiversität, die Integration von Liefer- und Rettungsverkehren sowie eine ganzjährige Nutzbarkeit eine wichtige Rolle.

Stadt: Essen
Auftraggeberin: Stadt Essen
Leistungen: Wettbewerbsmanagement, Koordination, Dokumentation
Verfahren: Realisierungswettbewerb nach RPW 2013

Das Ergebnis

Im Rahmen des Wettbewerbs beteiligten sich 17 Teams mit einer Arbeit. Das Preisgericht tagte am 10.07.2026 und prämierte die eingereichten Entwürfe. Den 1. Preis erhielt die adlerolesch GmbH aus Nürnberg mit ihrem Entwurf eines „gold-grünen Innenstadtbands“, das die historische Nord-Süd-Achse der Essener Innenstadt als räumliches Rückgrat aufgreift und mit Grün, Wasser, Aufenthaltsbereichen und klimaangepassten Elementen neu interpretiert.

2. Preis: TDB LANDSCHAFT GmbH, Berlin

3. Preis: arbos landscape GmbH, Hamburg

Anerkennung: Franz Reschke Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin

Anerkennung: Planorama GmbH, Berlin