Naturnahe Umgestaltung des Stübbenhauser Baches Mettmann

Der Stubbenhauser Bach entspringt am sogenannten Melchersteich und mündet weiter östlich in den Hammerbach. Auf dem Weg dorthin fließt er durch die Mettmanner Stadtteile Metzkausen und Mettmann-Nord. Die Entwässerung der nördlich angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen sowie der umliegenden Wohnbebauungen fand bisher ungedrosselt und ohne Vorbehandlung im Trennsystem in den Stübbenhauser Bach statt. Zusätzlich war er größtenteils verrohrt, verbaut oder stark begradigt. Durch diese Belastung wies er Defizite in Struktur, Durchgängigkeit, Erosionsstabilität und Biodiversität auf.

Um diese Defizite zu beheben, sollte der Bach auf einer Länge von rund 1,1 km teilweise neu trassiert, verbreitert, freigelegt und weitestgehend ökologisch durchgängig gestaltet werden. Gleichzeitig sollte die Ableitung des Schutz- und Regenwassers sowie die Wasserrückhaltung neu organisiert werden. Zusammenfassend sollte hierfür das Bachbett umgestaltet und teilweise verlegt werden sowie ein Schmutzwasserhauptkanal gewässerparallel errichtet werden.

Stadt: Mettmann
Auftraggeber: Stadt Mettmann
Leistungen: UVP Vorprüfung

In einer Umweltverträglichkeitsprüfung-Vorprüfung wurde ISR damit beauftragt, die mit dem Vorhaben eingehenden Einflüsse auf die verschiedenen Schutzgüter, wie Boden, Wasser, Tiere und Pflanzen zu ermitteln. Im Ergebnis wurde für alle Schutzgüter auf lange Sicht eine Verbesserung durch die Umsetzung des Projektes vorausgesagt. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung war aus fachgutachterlicher Sicht nicht erforderlich, wenn mittels einer Artenschutzprüfung nachgewiesen werden kann, dass durch die Bauarbeiten keine Verbotstatbestände gemäß § 44 Abs. 1 Bundesnaturschutzgesetz übertreten werden.