Städte der Zukunft Düsseldorf und Velbert

Stadt der Zukunft – Visionen denken, Impulse setzen

Die Industrie- und Handelskammern der Städte Düsseldorf und Velbert haben uns beauftragt, Ideen für die „Stadt der Zukunft“ zu visualisieren. Ziel war es, über klassische Planungsansätze hinauszudenken und mutige, zukunftsweisende Perspektiven für die urbane Entwicklung aufzuzeigen. Dabei verstehen wir Visionen nicht als fertige Lösungen, sondern als Denkanstöße, die Diskussionen anregen und neue Handlungsspielräume eröffnen.

Neue Perspektiven auf bestehende Stukturen
Weiterdenken statt neu bauen

Ein zentraler Ansatz unserer Arbeit liegt in der Weiterentwicklung vorhandener Strukturen. Am Beispiel eines Parkhauses am Carlsplatz in Düsseldorf haben wir gezeigt, wie monofunktionale Infrastruktur zu einem multifunktionalen Ort transformiert werden kann. Neben dem klassischen Parken entsteht auf dem Dach Raum für Urban Farming: der Anbau regionaler Produkte, die direkt vor Ort vermarktet oder in den angrenzenden Gastronomiebetrieben des Carlsplatzes weiterverarbeitet werden können. So wird aus einem reinen Zweckbau ein lebendiger Baustein urbaner Wertschöpfung und lokaler Kreisläufe.

Carlsplatz

Nutzungsmischung neu gedacht
Die Messe als urbander Baustein
Auch großmaßstäbliche Strukturen wie die Düsseldorfer Messe bieten Potenziale für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung. In unseren Visionen wird die Messe nicht nur als temporärer Veranstaltungsort verstanden, sondern als dauerhaft aktiver Stadtbaustein. Neue Mobilitätsformen wie Wassertaxis könnten die Erreichbarkeit erweitern und gleichzeitig nachhaltige Verkehrsoptionen stärken. Ergänzend dazu eröffnet die Idee, Wohnen mit den klassischen Messefunktionen zu kombinieren, neue Perspektiven für Nutzungsmischung, Belebung und Flächeneffizienz. So entsteht ein vielseitiger Ort, der über einzelne Events hinaus wirkt.

Messestadt

Gewerbe neu organisieren
Flächenschonend und zukunftsfähig

In Velbert lag der Fokus auf der Weiterentwicklung bestehender Gewerbeareale. Anstelle neuer Flächeninanspruchnahme auf der „grünen Wiese“ haben wir Strategien zur Revitalisierung und Nachverdichtung untersucht. Ein zentrales Konzept ist das gestapelte Gewerbe, das unterschiedliche Nutzungen übereinander organisiert und so Flächen effizienter nutzt. Damit leisten solche Ansätze einen wichtigen Beitrag zu einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Stadtentwicklung.

Heidestraße

Stadt: Düsseldorf, Velbert
Auftraggeber: Industrie- und Handelskammern der Städte Düsseldorf, Langenfeld und Velbert
Leistungen: Zukunftsvisionen

Neue Mobilität als Rückgrat der Stadt
Infrastruktur mit Mehrwert

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Transformation bestehender Infrastrukturen. Ehemalige Bahntrassen bieten das Potenzial, zu leistungsfähigen Fahrradschnellverbindungen ausgebaut zu werden. Durch ergänzende Nutzungen wie Fahrrad-Cafés werden diese Routen nicht nur funktional, sondern auch sozial aufgewertet. Innovative Elemente wie teilweise überdachte Radwege, die gleichzeitig durch integrierte Solarpaneele Energie erzeugen, verbinden Klimaschutz, Komfort und Aufenthaltsqualität. So entstehen Mobilitätsräume, die weit über ihre reine Verkehrsfunktion hinausgehen.

Bunker

Impulse für die Stadt von morgen
Vision als Werkzeug
Unsere Arbeit zeigt: Die Stadt der Zukunft entsteht nicht allein durch neue Technologien, sondern durch ein Umdenken im Umgang mit Raum, Nutzung und Ressourcen. Indem wir Bestehendes weiterdenken, Funktionen neu kombinieren und nachhaltige Lösungen integrieren, entwickeln wir Bilder einer Stadt, die resilient, lebendig und anpassungsfähig ist. Visionäre Konzepte helfen dabei, den Blick zu öffnen – für das, was möglich ist.