Teilnahme Wettbewerbsverfahren PIEK 17 Bremen

Städtebauliche Leitidee
In der Bremer Überseestadt entsteht zwischen „Waller Sand“ und „Überseepark“ ein gemischt genutztes, lebendiges Quartier im Sinne der produktiven Stadt. Der Entwurf nimmt die vorhandenen Strukturen auf und gestaltet mit drei unterschiedlich geprägten Stadtplätzen, einer naturnahen Freiraumachse sowie der Weiterentwicklung identitätsstiftender Gebäude wie „Schuppen 17“ und „Kühlhausnase“ einen urbanen Ort mit hoher Aufenthaltsqualität.

Dies ist ein Platzhalter in 16:9 – 1920 x 1080 px.

Freiraum und öffentliche Räume
Die zentrale Freiraumachse verbindet den „Überseepark“ mit dem Stadtstrand und übernimmt wichtige ökologische Funktionen wie Kaltluftproduktion, Regenwassermanagement und die Schaffung von Lebensräumen. Die drei Stadtplätze bieten Orte zum Zusammenkommen, Lernen und Erleben und tragen mit ihren unterschiedlichen Charakteren zur Vielfalt des Quartiers bei.

Stadt: Bremen
Auftraggeber: WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH
Flächengröße: ca. 16 ha
Leistungen: Teilnahme städtebaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb
Kooperationen: MOLA Landschaftsarchitektur GmbH, Illustrakies (Paul Trakies)

Quartiersmitte und Bestandsentwicklung
Am neuen Stadtbahn-Halt entsteht das Entrée ins Zukunftsquartier mit Gastronomie, Werkstätten sowie Kunst- und Kulturangeboten. Der revitalisierte „Schuppen 17“ wird flexibel unterteilbar, öffnet sich zur Stadtterrasse und schafft vielseitig nutzbare Innen- und Außenräume. Am „Waller Sand“ bildet eine Strandterrasse, gefasst durch eine VI-geschossige Bebauung und einen XIII-geschossigen Hochpunkt, einen attraktiven Ort am Wasser. Die „Kühlhausnase“ wird zur Aussichtsplattform, während das ehemalige Kühlhaus als zentrales Energiehaus des Quartiers dient.

Klimaresilienz und Hochwasserschutz
Dachbegrünungen in Kombination mit Photovoltaik, heimische und klimarobuste Vegetation sowie wasserdurchlässige Beläge verbessern das Mikroklima und reduzieren die Versiegelung. Ein innovativer Hochwasserschutz an der „Kühlhausnase“ schafft terrassierte Grünflächen, die sowohl Aufenthaltsqualität als auch ein naturnahes Biotop am Wasser bieten.

Mobilität und Erschließung
Die Erschließung nutzt bestehende Straßen und hält den motorisierten Individualverkehr aus dem Quartiersinneren heraus. Vier Mobilitätsstationen mit rund 1.100 Stellplätzen bündeln den ruhenden Verkehr und integrieren Sharing-Angebote, Paketstationen sowie nachhaltige Mobilitätsdienste. Notwendige Erschließungsfunktionen wie Rettung, Müllabfuhr und Anlieferung werden über neue Verbindungsachsen gesichert.

Wirtschaftlichkeit und Umsetzung
Das Konzept setzt auf kompakte Bauweise, flexible Grundrisse und geringe Flächeninanspruchnahme. Die Realisierung erfolgt in drei Bauabschnitten von Norden nach Süden. Durch die integrierten Mobilitätsstationen können die Gewerbehöfe unabhängig voneinander entwickelt und an wechselnde Bedarfe angepasst werden.