Fachexkursion 2024 – Bremen

WOCHENEND-IMPULS IM NORDEN

UNTERWEGS MIT ESEL UND HA(A)HN

Auf nach Bremen mit ISR und MOLA

Bremen hat weit mehr zu bieten, als eine Bronzestatur der wohl berühmtesten Stadtkinder: Den Bremer Stadtmusikanten. Wie vielfältig das kleine, aber durchaus pulsierende Bundesland im Norden Deutschlands ist, haben die Büros MOLA und ISR bei der jährlichen gemeinsamen Exkursion erfahren dürfen.

Vom 28. bis 30. Juni machten sich die insgesamt 42 Teilnehmenden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf den Weg in Richtung Wochenend-Impuls. Auf dem Reiseplan standen neben klassischen
Sightseeing-Punkten natürlich auch die städtebaulichen und architektonischen Besonderheiten der Stadt, die mittlerweile knapp 600.000 Einwohnende zählt und sich auf über 326 Quadratkilometer erstreckt. Das bewährte Modell, die Reisegruppe in mobilere Kleingruppen zu unterteilen, hat sich bereits in den vergangenen Jahren bewährt und so haben sich die Teilnehmenden erneut büroübergreifend zu den passenden Gruppennamen Ha(a)hn und Esel zusammengefunden.

Picknick am Elefanten

Kurz nach der Ankunft am Bremer Hauptbahnhof ging es bei bestem Wetter für alle Mitreisenden in den Nelson-Mandela-Park, dessen zentraler Hingucker ein Wahrzeichen in Form eines Stein-Elefanten darstellt. Mit Blick auf dieses künstlerische Monument fand ein gemütliches Picknick statt, bevor die Tour gestärkt in Richtung Radverleih weitergehen konnte.

Überseestadt

Ziel der mehrstündigen Radtour war
die Überseestadt, die ein Paradebeispiel
für ein ambitioniertes Stadtentwicklungsprojekt
darstellt. Auf dem
ehemaligen Hafengelände ist ein lebendiger
Stadtteil entstanden, der Raum
für Wohnen, Arbeiten und ausreichend
Freizeitflächen bietet. Die Fläche von rund 300 Hektar wird seit Anfang der 2000er Jahre belebt. Die Überseestadt Bremen gehört somit zu den größten städtebaulichen Projekten Europas. Um sich der Gesamtheit des beeindruckenden Stadtteils bewusst zu werden, haben sich die Gruppen Esel und Hahn nach einer externen und professionellen Einführung am eindrucksvollen Stadtmodell erstmalig getrennt. Mit dem Rad und dem spannenden Input von zwei Referenten gab es reichlich Wissenswertes über das Projekt zu erfahren. Der Freitagabend endete für alle mit einem zünftigen Essen im Brauhaus Schüttinger.

Gartenstadt Vahr

Die Gartenstadt Vahr, Bremens jüngster Stadtteil, stellte das Reiseziel der beiden Reisegruppen am Samstagvormittag dar. Vahr galt als städtebauliches Vorzeigeprojekt in den 1960er Jahren. Als Antwort auf die weiter drohende Wohnungsknappheit sollte urbanes Leben für alle Altersschichten und Familienstrukturen entstehen. Zwischenzeitig war der Stadtteil als Brennpunkt verschrien, mittlerweile ist er aber wieder Wohnort für zahlreiche junge Familien. Zentraler Blickfang Vahrs ist das 65 Meter hohe Aalto-Hochhaus, das über 21 Stockwerke verfügt und für insgesamt 189 Wohneinheiten Platz bietet.

Ellener Hof

Weiter ging es an dem Tag zum sozialökologischen Modellquartier Ellener Hof. Das Quartier im Osten Bremens ist ein Ort des Miteinanders für alle Generationen. Werte wie Offenheit, Toleranz und ein respektvoller Umgang sind fest im Leitbild der Gemeinschaft verankert. Auf dem autoarmen Gelände soll jedes Familienmodell, vom Studierenden bis hin zur mehrköpfigen Familie oder dem Seniorenpaar, ein für sich passendes Wohnobjekt beziehen und gleichzeitig als Nachbar Teil einer großen Gemeinschaft darstellen. Zu dem Netzwerk zählen auch Einrichtungen, Unternehmen
und Vereine.

Mit einem gemeinsamen Abendessen in dem syrischen Restaurant Al-Dar fand der zweite Reisetag ein kulinarisches Ende. Den Abschluss bildete jedoch das EM-Spiel Deutschland gegen Dänemark, das sich alle gemeinsam anguckten und fürs Daumendrücken mit einem Sieg belohnt wurden. Der Sonntag wiederum stand ganz im Zeichen der Abreise, bevor die Reisegruppe ihre Eindrücke in der Folgewoche ausgiebig bei Bürogesprächen Revue passieren ließ. Neben den informativen Führungen zu Bremens städtebaulichen Highlights hat die Reise weitere Pluspunkte verdient. Sie war interdisziplinär und hat das Miteinander verbessert. Ein Austausch fernab des Schreibtischs hat eben nochmal eine ganz andere Tiefe.