Eschweiler – „Change Factory Eschweiler“ Innovations- und Gewerbezentrum

202304_Perspektive_HP

Die Stadt Eschweiler beabsichtigt, die Flächen des ehemaligen Schlachthofs an der Indestraße städtebaulich zu entwickeln und darauf ein neues zukunftsweisendes Gebäude zu realisieren. Zur Findung eines außergewöhnlichen architektonischen und freiraumplanerischen Konzepts für die Konversionsfläche wurde ein Wettbewerb mit 15 Teams aus Architekt*innen in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt*innen durchgeführt. Ziel des hochbaulich- freiraumplanerischen Wettbewerbs war die Entwicklung eines innovativen, nachhaltigen Leuchtturmprojekts, welches den unterschiedlichsten Akteur*innen des Strukturwandels in Eschweiler einen Ort zum modernen Arbeiten und Interagieren bietet. Hierbei sollen sich sowohl Forschende, Lehrende, Gründer oder auch erfahrene Unternehmen zukunftsweisenden Themenfeldern, wie beispielweise der Ressourcenwende im Bauwesen oder Circular Economy im Bereich Kunststoffwirtschaft, gemeinsam unter einem Dach annehmen und diese weiterentwickeln. Als konzeptionelle Herausforderung für den Planungswettbewerb darf dabei der Wandel einer Konversionsfläche in ein Innovations- und Gewerbezentrum betrachtet werden.

1. Preis | asp Architekten GmbH + A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH

Erläuterungstext (Auszug) – Ein Gewerbegebiet, das Sinnbild für die Chancen des Strukturwandels sein soll, muss ein lebendiges Stück Stadt sein.
Daher lädt eine Promenade zum Flanieren durch die Mitte des Quartiers zum Drieschplatz ein. Das schafft Öffentlichkeit und weckt Neugier, transparente Erdgeschosse erlauben Einblicke, Innovation wird so erlebbar, das Quartier wird zum Schaufenster. Das Quartier ist verdichtet und interagiert mit seiner Umgebung: Im Norden schließt sich die Bebauung gegenüber Straße und Lärm, nach Süden öffnet sie sich mit einer Grünen Fuge zum Ufer der perspektivisch renaturierten Inde. Zu Indestraße und Drieschplatz werden markante Torsituationen geschaffen. Das Innovationszentrum Eschweiler wird so nicht nur zum Aushängeschild, sondern auch organischen Bestandteil Eschweilers.

Kern des Quartiers ist räumlich wie sozial ein erweitertes kleines Bestandsgebäude. Es enthält übergeordnete Funktionen für alle Nutzer: eine Kantine/Café mit angeschlossenem Eventspace für Konferenzen, Fortbildungen und Ausstellungen. Hier findet der für Innovation so wichtige informelle Austausch statt und Synergien im Sinne eines Technologieclusters stellen sich ein.  Die technische Möglichkeit des (Teil-) Erhalts ist im weiteren Planungsprozess zu prüfen und ggf. durch weitere Neubaumaßnahmen zu ergänzen. Multifunktionshallen und Labore befinden sich erdgeschossig in unmittelbarer Nachbarschaft, Büros sind horizontal darüber geschichtet. Dies erlaubt attraktive Einblicke und garantiert die gute Anfahrbarkeit der Hallen. Entlang der Indestraße wird auf diese Mischung zu Gunsten von wohnverträglichen Büronutzungen verzichtet.

Perspektive, asp Architekten GmbH + A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH

Lageplan, asp Architekten GmbH + A24 Landschaft Landschaftsarchitektur GmbH

2. Preis | BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG + wbp Landschaftsarchitekten GmbH

Erläuterungstext (Auszug) –Grünes Image – Die „Change-Factory“ ist keine Fabrik mit einem einzigen imposanten Gebäudevolumen – vielmehr handelt es sich um ein Cluster einzelner Komponenten, die in ihrer Größe zum nahegelegenen Innenstadtgebiet von Eschweiler passen. Grüne Pavillons rahmen eine zentrale Achse, eine Promenade zwischen der Innenstadt und dem Drieschplatz. Diese Einladung der Öffentlichkeit soll den regionalen Strukturwandel erlebbar machen, die Gartenatmosphäre repräsentieren und den unterhaltsamen, zentralen Platz (Kantine + Café) der Change-Factory beleben. Alle Fassaden sind Exempel als Statement verantwortungsvoller Wiederverwendung, Recycling und Begrünung. Die Fassaden der Multifunktionshalle (Sockel), des Büro-/Co-Working-Bereichs und der Laborgebäude bestehen aus einer Collage wiederverwendeter Ziegelpaneele. Die Fenster in der 8,40 Meter hohen Multifunktionshalle sind wiederverwendet (enggepackte Collage). Der MobilityHub – eine neue grüne städtebauliche Dominante an der Inde-Straße – hat eine Laubfassade von 2250 Quadratmetern (CO2-Bilanz). Hier ist ausreichend Platz für 322 Autos (privat, Stadtteil, mietbar). Es gibt eine ebenerdige Fahrradstation für Roller, Fahrräder (Bike Bank), Lastenräder usw. sowie eine Fahrradwerkstatt. Das Laborgebäude – das kleinste im Ensemble (3 Stockwerke), hat eine ausstrahlende Abdeckung, die die Change-Factory in Richtung des Stadthauses ankündigt. Diese Abdeckung verbirgt die notwendigen technischen Installationen auf dem Dach für die Labors. Kantine + Café – Mitglieder der Change-Factory passieren bei ihrer Ankunft am Mobilitäts-Hub die zentrale Kantine und das Café (Wiederverwendung der Schlachthof-Ziegelbox, ein Andenken an die Geschichte des Standorts im markanten Ziegel). Büros / Co-Working / Flexi-Büros – Diese beiden einfachen und standardisierten Modulbauten haben im Erdgeschoss öffentlichkeitswirksame Nutzungen (Veranstaltungen, Seminare, Ausstellungen, Fab Lab) und in fünf Obergeschossen flexible Decks für Bedarfsteilungen und konzentriertes Arbeiten. Großzügige Balkone ragen von der Südseite in Richtung Inde und dienen als Orte für Austausch und Kommunikation.

Aktive Dächer – die Multifunktionshalle (einzeln oder kombiniert) hat eine 80 cm dicke Erdschicht auf dem Dach. Diese dient als Retentionsdecke für das Regenwasser des Mobilitäts-Hubs und der Multifunktionshalle. Es ist auch ein Ort für Urban Gardening (Apfelwiese). Die Dachflächen des MobilityHubs wird für Sport genutzt, die der Bürogebäude für Gründächer mit Photovoltaik und die des Labors für Aufenthalt und Freiluftexperimente genutzt.

Perspektive, BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG + wbp Landschaftsarchitekten GmbH

Lageplan, BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG + wbp Landschaftsarchitekten GmbH

3. Preis | sop Architekten + KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitekten

Erläuterungstext (Auszug) – Gleichsam wie auf dem roten Teppich wird vor der Innenstadt und entlang der Inde das neue, nachhaltige und hochenergieeffiziente Innovations- und Gewerbezentrum platziert. Übertragen entwickelt der Teppich im Weiteren den Freiraum aus dem die massiven Backsteinsockel der Gebäude herauswachsen. Hierbei wird die 70 cm hohe Stufe zwischen Neubau und ursprünglicher Geländehöhe geschickt genutzt um Räume zu definieren. Es entstehen Terrassenbereiche für die Gastronomie im Energy Tower, ein Balkon vor dem Mobility-Hub, und der von Baukörpern umschlossene „Indeplatz“ der als Erschließungsdrehpunkt für die Gebäude dient. Der Westen des Areals öffnet sich zur Innenstadt Eschweilers und bildet den urbanen Kontrast zur landschaftlichen Allee entlang der Inde und dem grün geprägten östlichen Teil des Gebiets.

Der neue Campus besteht aus drei Baukörpern, den Funktionen folgend und in der Gestaltung entsprechend der Nutzung ausgearbeitet – dem Turm, dem Mobility-HUB und der Halle, die zusammen mit dem Mäander eine Einheit bildet. Als weithin sichtbares Signal arrondiert der Energy-Büro-Turm den dreieckigen Platz, schafft einen klaren Orientierungspunkt und belebt mit den Sonderfunktionen im EG, den Übergang zur Stadt, zum Ufer der Inde und den Eingang in den Campus. Klar ablesbar, und unmittelbar an die Straße angebunden wird der von der Öffentlichkeit nutzbare Mobility HUB platziert. Das integrierte Parkhaus wird begrünt und bietet als alterative Nutzungsoption in seiner Nähe zur Stadt die perfekten Bedingungen für ein Gästehaus. Hierfür wird die Geschosshöhe auf 3,00 m fixiert. Der Mäander entwickelt sich gelassen am Ufer der Inde, nutzt den Freiraum und die Baumallee zur Bildung der hochqualitativen Konferenzebene mit aufgesetzten Laboren und Coworking Bereichen.

Perspektive, sop Architekten + KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitekten

Lageplan, sop Architekten + KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitekten

Anerkennung | Molestina Architekten + studio grüngrau Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext (Auszug) – An markanter Stelle in Eschweiler, an der Schnittstelle zwischen Drieschstraße und Indestraße, mitten in der Innenstadt neben dem Drieschplatz, entsteht ein neuer Komplex mit Symbolkraft: die „Change Factory“. Die neue Holz-Hybrid-Architektur zeugt von einem neuen Geist: Die Produktive Stadt prägt identitätsstiftend die Stadtsilhouette. Zentrales Element ist die Stadtterrasse auf dem Sockel zwischen den Gebäuden. Sie wird über eine großzügige, einladende und begrünte Rampe an der Dürener Straße/Drieschstraße barrierefrei erschlossen. Auf der Terrasse befinden sich vielfältig nutzbare Bereiche wie der Außenbereich des Cafés mit Blick auf die Inde und weitere Spiel-, Sport- und Aufenthaltsflächen. Weitere Treppen- und Rampenanlagen vernetzen die Stadtterrasse mit der Umgebung. Der Vorplatz an der Dürener Straße erhält neben einem Wassernebelfeld weitere Sitz- und Grünflächen. Ein Sportdach auf dem Hauptgebäude an der Dürener Straße sowie weitere Dachterrassen zum Aufenthalt und zum „urban gardening“ runden das Freizeitangebot ab. Großzügige Grünflächen mit klimaresilienten Baum- und Straucharten schaffen ganzjährig eine angenehme Atmosphäre im Freiraum.

Die Change Fatory versteht sich auch als offener Campus mitten in der Stadt. Der Campus besteht aus vier Gebäuden, die sich auf kurzen Wegen um einen begrünten, erhöhten Stadtrasen gruppieren. Diese sind das Bürogebäude, das Werkstatt-/Laborgebäude, die Mehrzweckhalle mit Büroflächen und der Café-/Restaurantbereich. Von der Stadtterrasse aus hat man einen schönen Blick auf die Inde. Sie grenzt den Campus vom öffentlichen Verkehr ab. Das Bürogebäude ist der markanteste und sichtbarste Teil des Campus. Von weitem sichtbar, laden die transparenten, vielfältig nutzbaren Grundrisse in Holzhybridbauweise zu unterschiedlichsten Nutzungsvarianten ein und können sich verschiedenen Arbeitsformen anpassen. Ein innenliegendes Atrium bietet vielfältige Ausstellungs- und Begegnungsflächen und wird zur Kommunikationsplattform für die kreativen Produkte des Hauses.

Perspektive, Molestina Architekten + studio grüngrau Landschaftsarchitektur

Lageplan, Molestina Architekten + studio grüngrau Landschaftsarchitektur

GHBA Gehbauer Helten Bickel Architekten + B2 Landschaftsarchitekten

Erläuterungstext (Auszug) – Für das neue des Kompetenz- und Innovationszentrums schlagen wir eine offene und flexible Arbeitswelt vor, die sich aus strukturell wiederholenden Elementen entwickelt. Innerhalb eines großen übergeordneten Ganzen steht jedes kleine fraktale Teil in Beziehung miteinander. Die Struktur bietet eine straffe räumliche Organisation und vermittelt gleichzeitig eine agile Entwicklungsfähigkeit. Bespielungen mit unterschiedlichen Nutzungen sind möglich.

 

Durch die Umwandlung des alten Schachthofgeländes wird eine neue landschaftliche Durchgängigkeit und Großzügigkeit entlang der Inde geschaffen. Dies stärkt nicht nur die Aufenthalts- und räumliche Struktur des Gebietes, sondern wird für den Flussraum auch als Überschwemmungsgebiet funktionieren. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist diese Freiraumgestaltung daher nicht nur ein stadträumlicher Gewinn, sondern es wird gleichzeitig mit einer naturnahen Gestaltung der Uferzonen eine neue ökologische Vernetzung geschaffen. Der Fluss wird durch die offene Gestaltung des südlichen Freiraumes mit einbezogen und durch Anordnung der Wege und Freiflächen erlebbar gemacht. Mit einfachen, natürlichen Mitteln wird der Raum gestaltet und die Flächen entsiegelt. Die in den Wiesen eingelegten linearen Wegeverbindungen sehen von oben aus wie scheinbar zufällig angeordnetes Treibgut aus dem Fluss. Verbunden werden die Wege durch kleine Aufenthaltsplätze aus wassergebundenen Wegedecken

Der architektonische Ausdruck des Entwurfs wird bestimmt durch die Holztafelbauweise des Rückgrats (FabLab + Werkhalle) und die Stahlskelettkonstruktion der an- und aufliegenden Rippen / Flügel (Labore / Büros). Die konstruktive strukturierende Ordnung des ganzen Gebäudes, besteht aus dem Grundraster von 1,50 m (bzw. Bruchteile oder Vielfaches davon) und wird in allen drei Dimensionen des Baukörpers eingehalten. Auch damit zeigt sich das Innovationszentrum nach Außen als technisches und modulares Gebäude. Kantige Raumzellen bilden einen wachsenden Organismus, der anpassungsfähig ist. Das Innovationszentrum wird, um möglichst große, offene Co-Working-Spaces zu ermöglichen, mit einer automatischen Feuerlöschanlage mit BMA ausgestattet, die Konstruktion aus Holz und Stahl wird heißbemessen und soweit notwendig zusätzlich geschützt.

Perspektive, GHBA Gehbauer Helten Bickel Architekten + B2 Landschaftsarchitekten

Lageplan, GHBA Gehbauer Helten Bickel Architekten + B2 Landschaftsarchitekten

Architekten Arge PRSch & THERRA + Landschaftsplanung Studio Erde

Erläuterungstext (Auszug) – Dem Rheinischen Revier stehen angesichts des Strukturwandels große Veränderungen bevor. Vormals als Schlachthof genutzt, wird das BUILD:ON ESCHWEILER Symbolfigur einer Wirtschaft von morgen. Die Werte Wohlstand für Alle und soziale Gerechtigkeit unter Berücksichtigung der ökologischen und planetaren Grenzen entwickeln eine Strahlkraft auf die gesamte Stadt Eschweiler.

Die bestehenden Formen einer anthropogenen Landschaft sind im Rheinischen Revier deutlich sichtbar und verleihen der Landschaft eine neue Ästhetik. Halden, Gruben, Seen, landwirtschaftliche Flächen in Rasterform, Wälder und Stadtgebiete bilden die architektonische Grundlage für das Zusammenspiel von Erde und Zeit. Diese Elemente sind die Bausteine der Zukunft und werden hier zu einem urbanen Forschungs-, Arbeits- und Lebensraum verdichtet. Dies schafft Potenzial für die Entwicklung der lokalen Wirtschaft im globalen Kontext. Diese Elemente sind die Bausteine unserer Zukunft.

 

Wir werden den Campus selbstbewusst im Stadtraum präsentieren. Der Campus nimmt Bezug zu den POIs Eschweilers, des Indelands und des Rheinischen Reviers und öffnet sich in die Abfolge aus dem Markt, Rathausquartier und der Fuß- und Radwegroute an der Inde ein. Um die Flussverbindung zu verbessern, werden Maßnahmen ergriffen, um die Kanalisierung aufzubrechen, die bisher eine Barriere zwischen dem Campus und dem Fluss bildete. Befreit von seiner anthropogenen Form wird der Fluss durch den Hauptplatz in die Öffentlichkeit integriert und wird Teil der Choreographie der Freiraumflächen des Geländes. Die Promenade wird in eine kontemplative blaugrüne Achse verwandelt, wobei die Nordseite als Werkgasse zwischen der Friedhofsmauer und dem Neubau gestaltet wird, wobei die Fassade aktiv gestaltet ist. Dazwischen ermöglicht die neue Campus-Passage einen soziointegrativen Weg durch das Gebäude und zur Interaktion mit den Aktivitäten innerhalb des Campus.

Alle diese Qualitäten werden durch Gebäude und Zwischenräume strukturiert und zu einem komplexen Netz miteinander verknüpft. Dieser Ort dient als Treffpunkt für verschiedene Nutzergruppen, die Ideen austauschen und Synergien schaffen. Um eine bessere Zugänglichkeit zu gewährleisten, wird unterhalb der Gebäudestruktur ein Mobilitätshub eingerichtet, der leicht von den vor Ort befindlichen Personen und allen Nachbarn erreichbar ist. Dies erleichtert den städtischen Verkehr und verknüpft Orte und Menschen, sowohl im Personenverkehr durch den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV), den motorisierten Individualverkehr (MIV) und Fuß- sowie Radwege, als auch im Waren- und Informationsverkehr.

Perspektive, Architekten Arge PRSch & THERRA + Landschaftsplanung Studio Erde

Lageplan, Architekten Arge PRSch & THERRA + Landschaftsplanung Studio Erde

Cityförster architecture+urbanism + nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbH schonhoff schadzek depenbrock

Erläuterungstext (Auszug) – Mit der Entwicklung der Change Factory besteht die große Chance den Strukturwandel weiter voranzubringen und zukunftsweisende Innovationen und somit Arbeitsplätze zu befördern. Solche Orte des Erfindens, Entwickelns und neu Denkens benötigen vielfältige, effiziente und flexible Arbeitsumgebungen genauso wie qualitativ hochwertige Freiräume und lebendige Begegnungsorte. Die vorgeschlagene städtebauliche Setzung mach genau das möglich. Die klare und flexible Grundstruktur der Change Factory verbindet unterschiedliche Nutzungen und Innenraumsituation mit dem hochwertigen Freiraum entlang der Inde und der Adresse an der Indestraße. Hier markiert der Gebäudehochpunkt mit vier Geschossen und einer Dachterrasse den Haupteingang mit einem großzügigen Vorplatz und verleiht der Change Factory eine städtebauliche Präsenz in Richtung des Zentrums von Eschweiler.

Die drei gegeneinander versetzten Gebäudekörper erzeugen im Norden einen robusten und großzügigen Werkhof mit Anlieferung und im Süden zur Inde Terrassen zum Verweilen oder Arbeiten. Alle drei Gebäudekörper treppen sich nach Norden ab, um sich dem Friedhof gegenüber zurückzunehmen. Die notwendigen Stellplätze für Kfz und Fahrräder sind im Osten des Geländes in einem Mobilitäts-Hub flächeneffizient zusammengefasst. Hier befindet sich der zweite Eingang in die Change Factory, der über die interne InnovationsMeile mit dem Haupteingang in direkter Verbindung steht.

Perspektive, Cityförster architecture+urbanism + nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbH schonhoff schadzek depenbrock

Lageplan, Cityförster architecture+urbanism + nsp landschaftsarchitekten stadtplaner PartGmbH schonhoff schadzek depenbrock

Gerber Architekten GmbH

Erläuterungstext (Auszug) – Auf Grund des Strukturwandels, dem sich das Rheinische Revier in den nächsten Dekaden stellen wird, steigt in der Region der Bedarf an zukunftsweisenden Orten und Einrichtungen, die der Region eine erfolgreiche Zeitenwende ermöglichen. Hier setzt der Entwurf des IndeLabs an und stellt eine Reihe an Nutzungen zur Verfügung, die Eschweiler als Standtort für Innovation hervorheben. Den unterschiedlichen Funktionen entsprechend, teilt der Entwurf sich in vier Gebäudekörper: Die Werkhalle, den Mobility Hub, einen verbindenden Glaskörper und einen „Riegel“, welcher Labor, FabLabs und Büroflächen aufnimmt, wobei die FabLabs und die Werkhalle ebenerdig angelegt werden, um Synergien zwischen diesen beiden Funktionen zu ermöglichen. Dem entsprechend werden der „Riegel“ und die Werkhalle mit jenem großzügigen Glaskörper verbunden, der als Foyer und Passage dient und den Funktionen des Erdgeschosses Kommunikations- und Verbindungsflächen zuschlägt, wodurch dieses zentrale bauliche Element zum konzeptionellen Zentrum des Entwurfes wird.

Durch einen Versatz der Werkhalle zum „Riegel“ wird die Eingangssituation zur westlich anliegenden Indestraße betont und an dieser adressbildenden Stelle zur Stadt zudem die Gastronomie angesiedelt, um sowohl den Nutzern als auch der Nachbarschaft einen Begegnungsort anzubieten. Um die Arbeit in der Werkhalle zu exponieren und der breiten Öffentlichkeit einen Einblick in die Innovationsprozesse und Produktion des IndeLabs zu eröffnen, wird kopfseitig der Werkhalle zur Innenstadt ein großes Schaufenster angelegt. Außerdem lässt sich die Halle großzügig zur Inde öffnen, sodass Werken im Freien möglich wird und Passanten beim Spaziergang an der Uferpromenade spannende Einblicke bekommen können. Ein weiteres der Öffentlichkeit dienendes Entwurfselement ist die landschaftliche Anbindung an die Inde. An den Inde-Platz, welcher sich zwischen allen vier Baukörpern im östlichen Teil des Entwurfsgebietes aufspannt, werden in diesem Sinne eine Freitreppe und Sitzmöglichkeiten am Ufer der Inde vorgesehen.

Perspektive, Gerber Architekten GmbH

Lageplan, Gerber Architekten GmbH

Georg – Scheel – Wetzel Architekten GmbH + Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH

Erläuterungstext (Auszug) – Das Planungsgebiet für das neu zu errichtende Innnovations- und Gewerbezentrum ist geprägt durch den natürlichen Fluss- und Uferraum der Inde, welchen es freiraumplanerisch zu erhalten und zu stärken gilt, um diesen in der Stadt stärker erfahrbar zu machen. Diese städtebauliche Grunddisposition führt uns zu einem linearen Baukörperkonzept, welches die Ausbildung und Fortsetzung einer großzügigen Uferpromenade am Flussraum der Inde bis in den Stadtraum hinein erlaubt bei gleichzeitiger Herstellung einer kompakten Gebäudevolumetrie, die sich in diesen Grünraum selbstverständlich einschreibt, ohne diesen zu unterbrechen oder zu verstellen.

 

Gleichzeitig wird das neue Gebäude in zwei in ihrer Höhe gestaffelte Bauteile gegliedert, wodurch eine städtebauliche und räumliche Reaktion auf den Stadtkörper mit einem angemessen dimensionierten Vorplatz zur Stadtseite erfolgt: Die so geschaffene einladende Geste wird mit einer identitätsstiftenden und zeichenhaften Kopfausbildung des Hauptbaukörpers unterstrichen, der durch einen großzügigen Unterschnitt eine räumliche Erweiterung des Vorbereiches und einen schwellenlosen und wettergeschützten Eingang in das Gebäude hinein ermöglicht. Der damit erzeugte öffentliche Charakter entspricht dem Anspruch der Schaffung eines zentralen Ortes mit höchster Innovationskraft und kreativer Zusammenführung unterschiedlichster Potentiale. Auf der gegenüberliegenden Kopfseite des Hauptbaukörpers wird ein weiterer zur Promenade orientierter Freiraum geformt, welcher ebenfalls zum Aufenthalt und Austausch einlädt und zum östlich angrenzenden Drieschplatz vermittelt. Die offenen Außenräume werden über das als vielfältig gegliederte Begegnungsfläche angelegte und durchgebundene Foyer direkt miteinander verknüpft.

Die Zweiteilung des Baukörpers folgt der Logik der Raumprogrammatik: Die Offices und Labore werden im Hauptbaukörper verortet, während die Werkstätten ebenerdig in einem längsseitig angegliederten Baukörper, der sich zum gegenüberliegenden Friedhofsbereich orientiert, situiert werden. Über das gemeinsame, erdgeschossige Foyer sind diese Bereiche auf kürzestem Wege – im Sinne von Kommunikation und Bildung von Synergien – miteinander verknüpft. Des Weiteren ist in diesem niedrigeren Baukörper nach Osten hin das Mobility Hub integriert, welches gleichermaßen flexibel als Erweiterungsoption für die in den beiden Baukörpern angelegten Funktionen dienen kann.

Perspektive, Georg – Scheel – Wetzel Architekten GmbH + Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH

Lageplan, Georg – Scheel – Wetzel Architekten GmbH + Weidinger Landschaftsarchitekten GmbH

trint+kreuder d.n.a. architekten + greenbox landschaftsarchitekten

Erläuterungstext (Auszug) – Der Standort außerhalb städtischer Struktur an einem idyllischen Abschnitt des Inde-Ufers, gerahmt von alten Linden und „auf Ewig“ geschützt durch die Nachbarschaft des Friedhofs „Dürener Straße“, ist prädestiniert für einen Ort, an dem Techniken erdacht und erprobt werden, die das menschliche Tun besser in Einklang mit den Schutzbedürfnissen der Natur bringen. Ideal ist diese Einbettung in einen Grünraum, um neue Arbeitswelten zu erschaffen, die auch den individuellen Wünschen einer „Work-Life-Balance“ gerecht werden mit Möglichkeiten im Freien zu arbeiten, Freizeitaspekte in den Arbeitsalltag zu integrieren und anregende Kommunikationsangebote vorzufinden. Hier kann die „Change Factory“ als ein „Haus“ entstehen, dass sich allseits und ohne Rückseiten dem belebten Grünraum zuwendet und sich sein beruhigendes Wesen zunutze macht. Umlaufend von zweigeschossigen Veranden umgeben, nimmt es den menschlichen Maßstab Eschweilers auf und kommuniziert mit den umgebenden Alleen, die durch ergänzende Baumpflanzungen im Osten und Südosten sowie zur Indestraße noch vervollständigt werden. Die beiden prägenden Grünräume von Inde und Friedhof werden auf leicht erhöhten Erdgeschossniveau durch zwei intensiv begrünte Erschließungs-Fugen verbunden. In diesen Fugen finden sämtliche Nutzer, sowohl von Büro-, als auch von Labor- und Hallenflächen leicht auffindbar ihre Adressen. Jedem Arbeitsraum, sowohl den Büros entlang der äußeren Kontur als auch den Büros und Laboren, die sich zu den beiden Innenhöfen orientieren, ist eine „private“ Veranda zugeordnet. Neben ihren technischen Vorteilen (u.a. Sonnenschutz, Schutz und Wartung der Fassade) ermöglichen es die Veranden, die umgebende Natur in den Arbeitsalltag einzubeziehen, das Arbeiten z.B. auch „vor der Fassade“ stattfinden zu lassen. Insbesondere an schönen Werktagen wird die Change Factory mit ihren belebten Veranden das stimmungsvolle Bild einer neuen, natur-schonenden Arbeitswelt ausstrahlen.

Perspektive, trint+kreuder d.n.a. architekten + greenbox landschaftsarchitekten

Lageplan, trint+kreuder d.n.a. architekten + greenbox landschaftsarchitekten

HPP Architekten GmbH + RMPSL

Erläuterungstext (Auszug) – Die Change Factory bildet an dem Standort in Eschweiler einen neuen innovativen Stadtbaustein, der sich in seiner Maßstäblichkeit selbstverständlich in die bestehende Stadtstruktur einfügt. Das Zentrum besteht aus einem Hauptgebäude mit einer anschließenden Werkhalle und am Drischplatz befindet sich der Mobilitäts-Hub. Die bestehenden Stadtplätze entlang der Inde werden aufgegriffen und der Freiraum natürlich fortgeführt. Das Hauptgebäude adressiert sich eindeutig Richtung Stadt und lässt einen einladenden Vorplatz zwischen der Indestraße und des parallellaufenden Flusses entstehen – so dient dieser als Auftakt und als eine adäquate Adressierung des Innovations- und Gewerbezentrums. Dennoch wird gleichzeitig eine Distanz zur anliegenden Wohnbebauung eingehalten. Der Entwurf gliedert sich in drei Hauptbaukörper, die sich in ihrer Maßstäblichkeit und Höhenentwicklung moderierend einfügen. Die drei Baukörper liegen auf einen gemeinsamen Sockel auf, dieser verortet die öffentlichen Funktionen im Erdgeschoss und bindet die Werkhalle an. Der Baukörper in Richtung Indestraße vermittelt durch eine Vier-Geschossigkeit zwischen der dreigeschossigen gegenüberliegenden Wohnbebauung und den zwei fünfgeschossigen Baukörpern entlang der Inde. Der angrenzende Freiraum wird über den Vorplatz entlang des Gebäudes, an der Inde fortgeführt. Geprägt wird dieser vom Baumbestand, welcher rücksichtsvoll in den Entwurf integriert und weitergeführt wird. Es werden neue Aufenthaltsräume mit einer hohen Qualität für Anwohner, Besucher und den Nutzer geschaffen.

Perspektive, HPP Architekten GmbH + RMPSL

Lageplan, HPP Architekten GmbH + RMPSL

JASA Studio, Waugh Thistleton Architects + mesh landschaftsarchitekten Prominski Nakumara Prominski PartG mbH

Erläuterungstext (Auszug) – Unser Vorschlag spiegelt eine zweckgerichtete, regenerative Architektur wider, die auf eine breitere soziale und ökologische Ideologie reagiert, die von einem tiefen Verantwortungsgefühl gegenüber den Menschen und dem Planeten getragen wird. Das Gebäude zeichnet sich durch

erkennbare Volumina unterschiedlicher Höhe und Ausprägung aus, die zwischen städtischen (Stadt) und natürlichen (Fluss) Bedingungen vermitteln. Diese subtile Fragmentierung verleiht dem Gebäude eine kollegiale Architektur mit menschlichem Maßstab, die die Vielfalt der für das Gebäude vorgesehenen Nutzungen und Benutzer widerspiegelt. Die räumliche Anordnung basiert auf der Durchlässigkeit des Geländes und fördert die Auseinandersetzung mit dem Gebäude und der Natur. Mobilitäts-, Büro-, Labor- und Werkstattnutzungen gruppieren sich eng um ein „Rückgrat“ gemeinsam genutzter Freiräume, das sich parallel zum bestehenden Fluss Inde und zur Straße An der Wasserweise orientiert. Das Gebäude ist von der Indestraße zurückgesetzt, um einen intimen Außenraum zu schaffen, der Besucher einlädt, den Zugang und die Sicht auf die Inde verbessert und die Arbeitsbereiche vom Straßenlärm abschirmt. Eingerahmt wird dieser Raum von dem Mobilitätshub, die mit zahlreichen Fahrradabstellplätzen, einer Fahrradwerkstatt und einem Mehrzweck-Sportplatz auf dem Dach die aktive Fortbewegung sichtbar fördert. Aufgrund der Nähe des Zentrums zu einer bestehenden Bushaltestelle wurden die Parkplätze um 10 % reduziert, und weitere 25 % der Stellplätze wurden zugunsten von Fahrradstellplätzen ersetzt. Die gestaffelte Bauweise des Zentrums nimmt die unterschiedlichen Dachlinien der benachbarten drei- bis viergeschossigen Gebäude auf und mildert den Übergang zwischen den Gebäuden. Die Werkstätten befinden sich im Osten und präsentieren sich zum Drieschplatz hin mit einer selbstbewussten und sofort erkennbaren Silhouette mit industriellem Charakter, die sowohl die Nutzung des Gebäudes als auch seine passiven ökologischen Gestaltungsqualitäten unterstreicht. Ein doppelter Eingang aktiviert die nordöstliche/östliche Fassade und stellt eine städtebauliche Beziehung zum Drieschplatz her. Im Süden befindet sich ein halb gepflasterter Bereich, der in den Sommermonaten Ausstellungen und Arbeiten im Freien ermöglicht.

Perspektive, JASA Studio, Waugh Thistleton Architects + mesh landschaftsarchitekten Prominski Nakumara Prominski PartG mbH

Lageplan, JASA Studio, Waugh Thistleton Architects + mesh landschaftsarchitekten Prominski Nakumara Prominski PartG mbH

Schoeps & Schlüter Architekten + Landschaftsarchitekt Philipp Schieber

Erläuterungstext (Auszug) – Die heterogene Struktur der Umgebung des ehemaligen Schlachthofgeländes lässt keine direkten städtebaulichen Bezüge zur Konzeptionierung des Innovations- und Gewerbezentrums zu. Stattdessen werden die Bezüge in der Landschaftsplanung gesucht. Hierbei wird der Grüngürtel als Esplanade aus dem Landschaftsraum von Osten entlang der Inde über das ehemalige Schlachthofgelände weitergeführt und ermöglicht so die Grünverbindung aus dem Außenraum bis weit in die Richtung der Innenstadt. Neben der Weiterführung des Grüngürtels bis in die Innenstadt kann, somit perspektivisch gesehen, bei einer späteren Renaturierung der Inde eine attraktive Fuß- und Radverbindung in Ost-West-Richtung durch den gesamten Stadtraum ermöglicht werden.

Der Landschaftsraum der Esplanade wird im Bereich des Wettbewerbsgeländes in seiner Mitte angehoben und ermöglicht somit die Unterbringung des ruhenden Verkehrs in der Ebene 0, ohne dass die Wegverbindung über den Grüngürtel der Esplanade durch die notwendigen Stellplätze für den ruhenden Verkehr beeinträchtigt wird. In der Ebene 0 werden ebenfalls die großformatigen Flächen für die Labore untergebracht, die mit einer attraktiven Sichtverbindung zum Landschaftsraum am Ufer der Inde geplant sind. Im Bereich der Fassade der Laborflächen an der Inde und an der Einfahrt zu den Stellflächen am Friedhof schnürt sich die Esplanade ein. Die Höhe relativiert sich hier aus der perspektivischen Betrachtung an den Wegeverbindungen am Friedhof und am Inde-Ufer. Die Einschnürung machen Platz für die Anordnung einer Wildblumenwiese am Flusslauf und für eine Umfahrt für die Loop-, Taxi-, oder Busanbindung an der Straße am Friedhof. Auf der Esplanade selber werden drei Solitärbaukörper positioniert, die auf der Ebene 0 mit einer gemeinsamen Erschließungsmagistrale untereinander verbunden sind. Den Übergang vom städtischen Raum in das Innovations- und Gewerbezentrum, bildet das Auftaktgebäude mit der höchsten Gebäudeform der Solitärgebäude. Es soll zum einen als Landmarke und zum anderen aber auch Identifikationsschwerpunkt am Eingang in das Innovations- und Gewerbezentrum dienen. Die Erdgeschossebene der Gebäudekörper befindet sich auf der Höhe des Grüngürtels der Esplanade.

 

Perspektive, Schoeps & Schlüter Architekten + Landschaftsarchitekt Philipp Schieber

Lageplan, Schoeps & Schlüter Architekten + Landschaftsarchitekt Philipp Schieber

balda architekten + Büro Freiraum

Erläuterungstext (Auszug) – Das Gebäude fasst die 4 Bereiche Büros, Labore, Werkhalle und Parkdeck in einer Gebäudestruktur zusammen. Der „Kopfbau“ mit Büros und Laboren orientiert sich dabei Richtung Innenstadt, das öffentliche Parkdeck zum Drieschpatz. Den Rücken innerhalb des Gebäudes bildet die Werkhalle mit Anlieferhof im Norden, wohingegen sich das offen gestaltete Erdgeschoss mit seinen öffentlich zugänglichen Bereichen wie der Cafeteria Richtung südlicher Uferpromenade öffnet, sich mit dem Außenraum verzahnt und so den öffentlichen Raum erweitert und belebt. Zukunftsorientiertes Bauen bedeutet heute, Anpassungen an sich verändernde Raumprogramme im Sinne von multifunktionalen Gebäudekonzepten zu ermöglichen. Oberstes Entwurfsprinzip war aus diesem Grund die Schaffung eines Gebäudes mit größtmöglicher Flexibilität im Innenausbau und der Raumorganisation. Die Grundstruktur bildet dabei die tragende Konstruktion aus miteinander verschraubten Stahlstützen und -trägern im Raster 7,50 x 7,50 m mit zentral angeordneten aussteifenden Erschließungskernen aus Stahlbeton. Diese sich auch nach außen abzeichnende Tragkonstruktion aus Stahl verbindet dabei, als übergeordnete Struktur, die unterschiedlichen und miteinander verzahnten Bereiche wie Büro-/Laborkomplex, Werkhalle und Parkdeck zu einem Ganzen. Der Innenausbau kann innerhalb der komplett offenen Grundstruktur maximal flexibel durch Leichtbauwände und raumbildende Schrankwände je nach Anforderung erfolgen und bei sich ändernden Bedürfnissen problemlos an neue und unterschiedliche Nutzungsformen angepasst werden. Es sind sowohl klassische Bürogrundrisse mit kleinen Einzelbüros, als auch komplett offene Co-Working-Landschaften realisierbar. Durch den zentralen Lichthof ist dabei auch für die innenliegenden Bereiche eine natürliche Belichtung sichergestellt.

In jedem Geschoss werden einzelne „Raummodule“ als offene begrünte Loggien ausgebildet, die als Pausenbereiche oder Freiluftarbeitsplätze genutzt oder bei Bedarf als zukünftige Erweiterungsflächen innerhalb der Grundstruktur ausgebaut werden können.

 

Perspektive, balda architekten + Büro Freiraum

Lageplan, balda architekten + Büro Freiraum

blocher partners GmbH + bäuerle landschaftsarchitektur + stadtplanung

Erläuterungstext (Auszug) – Mit dem Innovations- und Wirtschaftszentrum entsteht in Eschweiler ein neuer, zukunftsweisender Bereich, der auf einzigartige Weise Wissenschaft und innovative Industrie für die Zukunftsthemen der Startups mit Forschungsinstituten, Hochschuleinrichtungen und der Industrie zusammenbringt. Das „Innovation Center“ ist das zentrale Gebäude im künftigen Areal. Im Inneren durch offene, flexible Strukturen mit robustem Labor- und Forschungscharakter. Die Fassade ergibt sich aus den inneren Strukturen mit ihren vielfältigen Funktionen und erscheint als klares, helles, flexibel nutzbares, lichtdurchflutetes Gebäude mit einem Atrium als vertikalem Kommunikationselement Der Charakter und die Ausstrahlung des Gebäudes machen Wandelbarkeit und zukünftige Anpassungen auch von außen sichtbar. Es entsteht ein „Ort für alle“ mit Möglichkeiten zur Begegnung, Kommunikation und zum Rückzug.

Interne Erschließung I Erreichbarkeit I Ver- und Entsorgung
Grundsätzlich ist das Gebäude einfach, klar und funktional strukturiert und unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit konzipiert. Alle Bereiche sind barrierefrei. Über den öffentlich gestalteten Vorplatz gelangen Mitarbeiter/Besucher in ein großzügiges Foyer, das die Idee des Tages der offenen Tür horizontal und vertikal fortsetzt. Es bildet den Haupteingang und verbindet alle Bereiche über einen Innenhof mit offener Treppe. Im Erdgeschoss finden Sie alle wichtigen Gemeinschaftsbereiche wie Cafe-Bar, Lounge, Restaurant und die Multifunktionshalle in Sichtweite. Alles ist offen und transparent und bietet interessante Ein- und Ausblicke in Multifunktionalhalle. Die unterschiedlichen Funktionsbereiche sind ein Mix aus Bürobereichen, Einzel- und Gruppenbüros, + FabLabs, die sich in den drei Obergeschossen um den zentralen Erschließungsbereich gruppieren. Das Raster sorgt dafür, dass das Gebäude maximale Flexibilität hinsichtlich der Mischung aus Fablab und Büros erreicht. Grundsätzlich verfügen alle Arbeitsflächen über Tageslicht mit freiem Blick in den Innenhof. Die Lichtumlenkung durch Glasprismen im oberen Fensterbereich lenkt das natürliche Licht auch in die tieferen Zonen. Eine besondere Attraktion im 1. Obergeschoss ist der Bürobereich mit Blick auf die Multifunktionshalle.

Perpektive, blocher partners GmbH + bäuerle landschaftsarchitektur + stadtplanung

Lageplan, blocher partners GmbH + bäuerle landschaftsarchitektur + stadtplanung

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